FALTENBEHANDLUNG MIT BOTULINUM A

Eine Möglichkeit, mimisch bedingte Falten zu glätten, bietet die Behandlung mit Botulinumtoxin des Typs A. Dies ist ein verschreibungspflichtiges Medikament. Es stammt von einem Protein, das aus dem Bakterium Clostridium Botulinum gewonnen wird, und hemmt die Impulsübertragung zwischen Nervenendigung und Muskel, sodass sich dieser nicht mehr im ursprünglichen Ausmass zusammenziehen und Falten bilden kann. Diese Behandlung ist deshalb für jene Falten geeignet, die durch eine übermässige Muskelaktivität entstehen. Es wird schon seit vielen Jahren in der Medizin zur Behandlung von neurologischen Störungen (z. B. Spasmen) und seit 2003 auch für ästhetische Zwecke eingesetzt.

Was ist Botulinumtoxin A?

Der Begriff setzt sich aus den lateinischen Wörtern für botulus (Wurst) und toxin (Gift) zusammen und erklärt sich, da die giftigen Bakterien früher Verursacher von Lebensmittelvergiftungen waren und besonders gute Bedingungen auf unzureichend konservierter Wurst vorfanden. Seit mehr als dreißig Jahren wird Botulinumtoxin bei der Behandlung von neurologischen Bewegungsstörungen (Dystonie) erfolgreich eingesetzt und findet seit 1992 Verwendung in der Therapie und Prophylaxe von mimischen Gesichtsfalten. Die Wirkung von Botulinumtoxin auf ästhetischem Gebiet besteht in einer reversiblen Lähmung der mimischen Gesichtsmuskulatur: das injizierte Toxin blockiert die Freisetzung von Substanzen, die für die Bewegung des entsprechenden Muskels nötig sind. Durch das Ausbleiben von Muskelanspannung und –erschlaffung bleibt die Haut glatt, Falten verschwinden. Ausgeprägte Mimikfalten können durch eine operative Straffung, durch die Unterspritzung mit Fillern (siehe auch unter „Beauty“: Faltenbehandlung) oder durch die Injektion von kleinsten Mengen Botulinumtoxin geglättet werden. Bei besonders tiefen Falten wird oftmals eine Kombination der verschiedenen Möglichkeiten angewendet.

Wussten sie auch, dass Botulinumtoxin auch eine vermehrte Talgproduktion abschwächt

die Melaninproduktion vermindert wird und die Produktion von kollagenen Fasern angeregt wird.

Anwendung

Am häufigsten wird Botulinumtoxin A für Glabella-Falten (sog. Zornesfalten) und die seitlichen Augenfalten (sog. Krähenfüsse) eingesetzt. Hierfür ist das Medikament auch offiziell zugelassen. Ausserdem dient es als Therapie bei übermässigem Schwitzen (sog. Hyperhidrose) oder bei der Behandlung von Muskelhypertrophien und Muskelspasmen.

 

Für die Faltenbehandlung wird es in hochverdünnter Dosierung und mit einer feinen Nadel punktuell in die Muskulatur gespritzt, wirkt lokal und baut sich innerhalb von drei bis sechs Monaten wieder ab. Eine Verbesserung der Faltenbildung tritt meistens innerhalb einer Woche nach der Behandlung ein.

Besondere Schonung ist nötig. Am Behandlungstag sowie am darauffolgenden Tag sollte auf Sport und körperliche Anstrengung verzichtet werden.

Es ist grundsätzlich möglich, solche Injektionen frühestens nach 3 bis 4 Monaten zu wiederholen, wobei es für die langfristige und häufige Anwendung noch keine abschliessenden Untersuchungen gibt. Welche Falten wie häufig behandelt werden, liegt im Ermessen und der Verantwortung des behandelnden Arztes. 

Was wird gemacht?

Die Lösung mit Botulinumtoxin A wird mit einer sehr feinen Nadel in den Muskel gespritzt. Durch die extrem feine Nadel werden kaum Hautrötungen verursacht, und der Schmerz beschränkt sich auf ein erträgliches kurzes Brennen. Die betroffenen Stellen werden vor der Behandlung zudem mit anästhesierenden Cremes so gut wie schmerzunempfindlich gemacht. Der Patient ist nach dem Eingriff sofort voll einsatzfähig.

Die sichtbare Reduktion der Falten tritt in der Regel bereits innerhalb einer Woche ein und hält etwa vier Monate an. Hat der behandelnde Arzt keine Bedenken und Einwände, kann der Effekt nach dieser Zeit durch Wiederholungsbehandlungen aufgefrischt werden.

 

(Wir verwenden ausschließlich Produkte, die dank neuer Testmethoden gänzlich ohne Tierversuche auskommen.)

 

Risiken und Nebenwirkungen

Die möglichen Nebenwirkungen treten innerhalb der ersten Tage nach der Injektion auf und sind, wie auch die Wirkung des Medikaments selbst, nur von vorübergehender Dauer. So kann eine lokale Muskelschwäche auftreten, die jedoch eine erwartete pharmakologische Wirkung darstellt. Bedingt durch die Injektionstechnik kann es zu einem Herabhängen des Augenlides (Blepharoptose) kommen.

In etwa 1 bis 10% der behandelten Fälle kommt es zu lokalen Rötungen, einem Brennen, Stechen oder Blutergüssen. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen (10%), Augenschmerzen, Lidentzündung, visuelle Störungen, Juckreiz, grippeähnliche Anzeichen, Fieber oder Infektion (unter 1%).

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Was gilt es vor einer Behandlung zu beachten?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Botulinumtoxin, einer bekannten Muskelerkrankung oder einer Infektion an der Injektionsstelle darf keine Injektion erfolgen.

Die Behandlung darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht durchgeführt werden.

Wenn Sie eine Woche vor der Behandlung blutverdünnende Medikamente, wie beispielsweise Aspirin, Marcoumar, Vitamin E, Ginko-Präparate, Plavix, Schmerzmittel oder bestimmte Vitamine eingenommen haben, besteht ein erhöhtes Risiko für Blutergüsse (Hämatome).

Falls Sie aminoglykosishaltige Antibiotika einnehmen, sollte die Behandlung erst nach Absetzen des Medikamentes durchgeführt werden.

Raucher sollten ihren Nikotinkonsum zwei Wochen vor und einige Tage nach dem Eingriff stoppen oder deutlich reduzieren.

Hinweis: Diese Behandlung wird von einem Arzt in der eigenen Praxis durchgeführt

FAQ'S FALTENUNTERSPRITZUNG – KURZE ANTWORTEN AUF HÄUFIGE FRAGEN

 

WARUM FALTEN UNTERSPRITZEN?

Im Laufe der Jahre verliert die Haut immer mehr von ihrer natürlichen Elastizität. Das liegt vor allem daran, dass das Gewebe der Haut im Alter immer mehr Feuchtigkeit verliert. Dazu kommt auch die natürliche Gesichtsmimik, die der Mensch über die Jahrzehnte hinweg macht und die ebenfalls für Falten und Fältchen sorgt. Wer sich weiterhin ein jugendliches Gesicht und eine Haut ohne Falten wünscht, wird unter den vielen Möglichkeiten zur Faltenunterspritzung sicher fündig.

WAS IST FALTENUNTERSPRITZUNG GENAU?

Faltenunterspritzung, auch unter dem Namen Liquid Lift bekannt, bezeichnet ein Verfahren in der Faltenbehandlung, bei dem ein Füllstoff unter die Haut gebracht wird, um die Falten von unten her zu glätten. Die Falten werden durch die Unterspritzung angehoben und sind dadurch nicht mehr so tief. Mit einer sehr dünnen Nadel wird der Füllstoff in Lippen, unter der Nase, um die Augen, in der Stirn und an anderen Körperstellen eingebracht, an denen man Falten verringern möchte. Die Behandlung ist minimal-invasiv und bedeutet ein schonendes Erlebnis für den Patienten bei bestem Ergebnis.

SUBSTANZEN FÜR DIE FALTENUNTERSPRITZUNG

Hyaluronsäure, Kollagen, Botulinumtoxin (Botox) und Eigenfett gehören zu den auflösbaren Fillern. Im Gegensatz zu Silikon und Dauerimplantaten ist eine Behandlung mit diesen auflösbaren Substanzen schonender und führen zu einem bedeutend natürlicheren Ergebnis. Diese im Körper abbaubaren Substanzen sind gesundheitlich völlig unbedenklich.

 

  • Hyaluronsäure: Hyaluron kommt auch natürlich im Bindegewebe im Körper vor und sorgt dort für die Spannkraft, da sie eine Menge Feuchtigkeit speichern kann. Die synthetisch hergestellte Variante der Hyaluronsäure, die für Faltenbehandlung verwendet wird, hat ähnlich Eigenschaften. Hyaluronsäure lässt sich in verschiedenen Konsistenzen unter die Haut bringen - je nachdem, was mit der Behandlung erreicht werden soll. Je tiefer die Falten sind, umso gelartiger wird die Hyaluronsäure verwendet, da sie bei höherer Dichte auch mehr Wasser speichern kann. Für feine Fältchen reicht dünnflüssige Hyaluronsäure aus. Hyaluronsäre wird vor allem für die Behandlung statischer Falten und Fältchen eingesetzt (z.B. die zwischen Mund und Nase)

  • Kollagen: Auch Kollagen kommt im eigenen Körper natürlich vor und wird bei der Faltenbehandlung mit seiner Variante unterstützt, die biotechnologisch aus Organismen gewonnen wird. Das zugesetzte Kollagen verbindet sich mit dem eigenen Gewebe.

  • Botox: Botulinumtoxin wird in einen Muskel in der Nähe der zu behandelnden Falte injiziert. Der Muskel wird dadurch zeitweilig gelähmt und kann sich nicht mehr zusammenziehen. Dadurch wird die darüberliegende Haut geglättet. Botox ist ein Mittel zur Faltenbehandlung, welches vor allem bei dynamischen Falten verwendet wird, z.B. Mimikfalten wie die berühmte Denkerfurche auf der Stirn oder die Zornesfalte.

 

 

DAS DANACH...

 

Da es sich in diesen Varianten um die sehr schonende Behandlung mit auflösbaren Fillern handelt, werden diese irgendwann im Körper auch wieder abgebaut sein. Für ein länger andauerndes Ergebnis ist es daher sinnvoll, sich nach einigen Monaten (6-12) eine Auffrischungsbehandlung zu unterziehen. Diese ist genauso wenig schmerzhaft wie die Anfangsbehandlung und zeitlich ebenso einfach im Alltag unterzubringen. Leichte Rötungen und Juckreiz können vorkommen, dies klingt für gewöhnlich nach wenigen Tagen wieder ab.

Für einige Stunden nach der Behandlung sollte die entsprechende Stelle nicht berührt werden, bereits am nächsten Tag ist leichtes Make-Up und Reinigung mit milder Seife bereits wieder möglich. Lediglich extreme Witterungsbedingungen wie starke Hitze (auch Sauna!) oder starke Kälte sollten so lange vermieden werden, bis die Rötungen zurückgegangen sind.

 

WAS MAN NOCH BEDENKEN SOLLTE…

Jede Faltenunterspritzung beseitigt nicht die Falten – die Behandlung sorgt nur dafür, dass die Falten und Fältchen entweder gar nicht mehr oder zumindest nicht so stark zu sehen sind. Bei auflösbaren Fillern ist es auch oft anzuraten, die Behandlung nach einigen Monaten zu wiederholen. Für den wenigen Mehraufwand entstehen dafür auch keine Probleme wie beispielsweise ein Verrutschen, wie sie durch Dauerimplantate hervorgerufen werden können.